Die Ombudsstelle für Studierende im Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung, die Österreichische Agentur für Wissenschaftliche Integrität (ÖAWI) und die Technische Universität Wien laden zur Feier anlässlich des 10-jährigen Jubiläums des österreichischen Netzwerk der Ombudsstellen und ähnlichen Einrichtungen (Hochschulombudsnetzwerk) am Mittwoch, den 07. Oktober 2026 von 14:00 Uhr bis 19:00 Uhr im TU the Sky (Getreidemarkt 9, 1060 Wien) ein.
Seit einem Jahrzehnt setzt sich das Hochschulombudsnetzwerk für Austausch, Zusammenarbeit und die Weiterentwicklung der Ombudsarbeit im österreichischen Hochschulraum ein. Dieses Jubiläum möchten wir zum Anlass nehmen, gemeinsam auf die bisherigen Entwicklungen zurückzublicken, aktuelle Themen aufzugreifen und einen Ausblick auf zukünftige Herausforderungen für das Netzwerk zu geben. Angesichts der Entwicklungen im Nationalen Aktionsplan für den europäischen Forschungsraum (ERA-NAP) 2026-2028, der die Möglichkeit der Schaffung eines harmonisierten und koordinierten Umfelds für wissenschaftliche Integrität und Ethik vorsieht, werden wir unsere Perspektive zudem auf die europäische Ebene ausweiten und existierende und geplante Kooperations- und Austauschformate vorstellen.
Freuen Sie sich auf einen abwechslungsreichen Nachmittag mit interessanten Impulsen, persönlichem Austausch und Gelegenheit zum Vernetzen in besonderer Atmosphäre.
Um Anmeldung bis 15. September 2026 unter folgendem Link wird gebeten: Veranstaltung anmelden
Für Rückfragen stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung.
Wir freuen uns sehr darauf, diesen besonderen Anlass gemeinsam mit Ihnen zu feiern und einen inspirierenden sowie spannenden Austausch zu erleben.
Hier können Sie das Programm im pfd.-Format herunterladen.
10 Jahre Hochschulombudsnetzwerk – gemeinsam zurückblicken und Zukunft gestalten
Zehn Jahre Hochschulombudsnetzwerk: Dieses Jubiläum bot einen besonderen Anlass, Erreichtes zu würdigen, Erfahrungen auszutauschen und zukünftige Entwicklungen in den Blick zu nehmen. Im eindrucksvollen Ambiente des TUtheSky kamen Gründer:innen, langjährige Wegbegleiter:innen und neue Mitglieder zusammen, um gemeinsam zu feiern und Perspektiven für die nächsten Jahre zu entwickeln.
Das Hochschulombudsnetzwerk verbindet studentische Ombudsstellen, Ombudsstellen für wissenschaftliche Integrität sowie weitere Service- und Beratungseinrichtungen an österreichischen Hochschulen. 2016 mit der „Klagenfurter Erklärung“ gegründet, schafft es seither Raum für gemeinsame Weiterbildung, fachlichen Austausch und die Stärkung der Sichtbarkeit seiner Mitglieder und ihrer Arbeit. Auch die europäische Vernetzung nahm einen wichtigen Platz ein. Dabei wurde deutlich: Viele Herausforderungen verbinden uns über institutionelle und nationale Grenzen hinweg. Der gemeinsame Austausch eröffnet neue Perspektiven und hilft, tragfähige Lösungen zu entwickeln.
Vernetzung stärkt die Ombudsarbeit
Die Diskussionen zeigten, wie vielfältig der Mehrwert eines Netzwerks ist. Es bietet neuen Ombudspersonen Orientierung und wertvolle Impulse für ihre Tätigkeit. Es ermöglicht, voneinander und miteinander zu lernen, Erfahrungen zu teilen und die eigene Rolle zu reflektieren. Zugleich macht es die beteiligten Einrichtungen und ihre Angebote sichtbarer – sowohl innerhalb der Hochschulen als auch für Menschen, die Unterstützung suchen. Ombudsstellen und vergleichbare Anlaufstellen leben wesentlich vom Vertrauen der Ratsuchenden in die jeweilige Institution und das Wissenschaftssystem. Gleichzeitig tragen sie dazu bei, dieses Vertrauen zu stärken: durch niederschwellige Zugänglichkeit, vertrauliche Beratung und Impulse für strukturelle Verbesserungen. Damit sie diese Aufgaben wirksam erfüllen können, brauchen sie klaren Rückhalt durch die Hochschulleitung, angemessene Ressourcen und eine feste Verankerung in den Grundsatzdokumenten der Hochschule. Ebenso wichtig sind ein klar definiertes Rollenverständnis und eine transparente Kommunikation darüber, welche Unterstützung sie bieten können – und wo die Grenzen ihres Auftrags liegen.
Unter diesen Voraussetzungen können Ombudsstellen ihren Mehrwert entfalten: Sie verbessern die Kommunikation sowie die Studien- und Arbeitsbedingungen, stärken die Zufriedenheit der Hochschulangehörigen und helfen, die Eskalation von Konflikten zu vermeiden.
Eine offene Fehlerkultur als Grundlage für Entwicklung
Ethik und Integrität sind tragende Säulen von Wissenschaft und Forschung. Beide sollten in sämtlichen Bereichen wissenschaftlichen Arbeitens als grundlegende Prinzipien mitgedacht werden. Besonders hervorgehoben wurde die Bedeutung entsprechender Trainingsangebote: Unter dem Motto „make it personal“ wurde betont, wie wichtig es ist, ethische Fragen und wissenschaftliche Integrität mit dem eigenen Handeln zu verknüpfen. Da Wissenschaft und Forschung ihrem Wesen nach international sind, bestand ein weiterer zentraler Gedanke darin, den aktuellen Herausforderungen für Hochschulen und Forschungseinrichtungen gemeinsam auf europäischer Ebene zu begegnen. Auch die Bedeutung einer konstruktiven Fehlerkultur wurde unterstrichen. Wissenschaftlicher Fortschritt und die Weiterentwicklung von Hochschulen erfordern die Bereitschaft, Neues zu wagen. Fehler sollten dabei nicht ausschließlich als Scheitern betrachtet werden, sondern als Anlass für Reflexion, Lernen und Entwicklung. Ein solcher Umgang eröffnet Chancen für nachhaltige Verbesserungen.
Wir danken allen, die das Hochschulombudsnetzwerk mit ihrem Engagement lebendig halten, sowie allen, die dieses Jubiläum mit uns gefeiert haben.
Unser besonderer Dank gilt den Vortragenden: Jasmin Gründling-Riener, Nicole Föger, Josef Leidenfrost, Kurt Matyas, Helga Nolte, Isidoros (Dorian) Karatzas, Reda Cimmperman, Michaela Fritz, Dirk Lanzerath und Barbara Weitgruber.
Auf die nächsten zehn Jahre – mit starkem Zusammenhalt, offenem Austausch und gemeinsamen Ideen für die Zukunft!
Hier können Sie die zur Verfügung gestellten Präsentationen “Studentische Ombudsstellen: Status, Zukunft, Mehrwert” und “Building European Research Integrity Governance Models_Dorian_Karatzas” zur Veranstaltung “10 Jahre Hochschulombudsnetzwerk” (Dokumentengrößen ca. 4 MB bzw. 1 MB) downloaden.